Refraktive Chirurgie

Jan 2nd, 2009 | By Redaktionsteam Fehlsichtigkeit | Category: Lexikon des Auges

Der medizinische Befriff refraktive Chirurgie bezeichnet alle Augenoperationen, die dazu dienen, eine optimierte Brechkraft zu erreichen und auf diese Weise Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen überflüssig machen. Bei dieser Behandlungsmethode ist eine Abflachung der “Kornea” (Hornhaut) das Ziel, wodurch die Lichtbrechung dahingehend verändert wird, dass einfallendes Licht wieder auf die Netzhaut des Auges trifft. Die verschiedenen Methoden sind noch relativ jung, konnten aber in den letzten Jahren so verbessert werden, dass inzwischen hervorragende Ergebnisse erzielt werden.

Allerdings können auch verschiedene, negative Folgen bei einer Anwendung der refraktiven Chirurgie nicht ausgeschlossen werden. Neben den klassischen Komplikationen bei der Wundheilung kann es beispielsweise zu trockenen Augen kommen, in einigen Fällen kam es zu Einschränkungen beim Dämmerungs- oder Nachtsehen, welches aufgrund einer reduzierten Kontrastsensitivität entstehen kann. Sehr selten ist eine Ektasie, also das Lockern der Hornhaut nach einer Transplantation. Trotz dieser möglichen Auswirkungen ist die refraktive Chirurgie aber eine anerkannt erfolgreiche Methode zur Behebung von Sehschwächen.

Zur refraktiven Chirurgie zählt man unter anderem die radiale Keratotomie (RK) und die photorefraktive Keratektomie (PRK), welche mit Hilfe eines Lasergerätes durchgeführt wird. Diese Methode hat die Medizin zur Lasek-Behandlung weiterentwickelt. Die heute am häufgsten angewandte Form der refraktiven Chirurgie ist die sogenannte Laser-Insitu-Keratomileusis (LASIK).

Die ambulant durchgeführte Operation in in speziellen Kliniken kostet bis zu 2.000 € je Auge und wird in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen, da derselbe Erfolg durch Brillen oder Kontaktlinsen günstiger erzielt werden kann. Wer in der privaten Krankenkasse (PKV) Mitglied ist, sollte den Einzelfall prüfen lassen, da manche Träger die Kosten zumindest teilweise übernehmen. Hier kann es sich lohnen, sein Versatel DSL bzw. einen anderen Internetprovider anzuwerfen und einmal gezielt die Foren nach einschlägigen Erfahrungen von PKV-Patienten diesbezüglich abzusuchen.

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