Bioptics

Jan 22nd, 2009 | By Redaktionsteam Fehlsichtigkeit | Category: Lexikon des Auges

Bioptics ist ein spezielles Verfahren der refraktiven Augenchirurgie, das bei erwachsenen Patienten mit sehr großen Fehlsichtigkeiten (über -20 dpt und +10 dpt) und zusätzlichen Problemen, wie z.B. Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) eingesetzt werden kann.

Die Behandlung einer Fehlsichtigkeit durch Bioptics erfolgt durch zwei - zeitlich von einander getrennte - Operationen. Eine der wichtigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Korrektur ist die vollständige Akkomodation (Naheinstellung) der Linse des Patienten. Ist sie bereits durch Alterssichtigkeit beeinträchtigt, kommt dieses Verfahren nicht mehr in Frage.

In einer ersten Operation wird dem Patienten eine so genannte “Phake Linse” implantiert. Diese speziellen Kunstlinsen aus gut verträglichem Material beheben die allgemeine Fehlsichtigkeit. Sie verbleiben entweder in der „Hinterkammer“ (zwischen Linse und Iris – ICL) oder der „Vorderkammer“ (zwischen Iris und Hornhaut - Verisyse, Artinsan).

Dazu wird die Hornhaut mit einem winzigen Schnitt geöffnet und die Linse eingesetzt. Bei Platzierungen in der „Vorderkammer“ erfolgt - mittels winziger Klammern - eine Befestigung der Linsen an der Iris.

Intraokulare Linsen (ICL), die in die „Hinterkammer“ eingebracht werden, verbleiben eigenständig dort.
Nach der Implantation wird die Hornhaut wieder über zurückgelegt, aber nicht verschlossen.

Der zweite Eingriff erfolgt meist drei Monate später. Die Hornhaut wird wieder eröffnet und die - noch bestehende - restliche Sehschwäche oder Hornhautverkrümmung mittels eines Excimer Lasers durch Abtragen der tiefen Hornhautschichten beseitigt. Danach wird die Hornhaut wieder geschlossen und vernäht.

Die Bioptics gilt als kosmetische Operation und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Tags: , , , , , , ,

Leave Comment

You must be logged in to post a comment.